Klopfen gegen Angst
Eine Methode zur Selbstregulation
Viele Menschen kennen Situationen, in denen sich Angst oder starke innere Unruhe bemerkbar machen. Gedanken beginnen zu kreisen, der Körper fühlt sich angespannt an und es fällt schwer, wieder zur Ruhe zu kommen.
In solchen Momenten kann es hilfreich sein, einfache Methoden zu kennen, mit denen man sich selbst unterstützen kann. Neben Atemübungen oder anderen Entspannungstechniken nutzen manche Menschen auch das sogenannte Klopfen.
Dabei handelt es sich um eine Methode aus der sogenannten Klopfakupressur. Bestimmte Punkte am Körper werden mit den Fingern sanft und rhythmisch beklopft. Gleichzeitig wird der Atem ruhig weitergeführt und die Aufmerksamkeit bleibt bei der Übung. Viele Menschen berichten, dass ihnen diese Kombination aus Berührung und rhythmischem Klopfen dabei helfen kann, wieder etwas mehr Ruhe zu finden.

Warum Klopfen für manche Menschen hilfreich sein kann
In verschiedenen körperorientierten Ansätzen wird davon ausgegangen, dass rhythmische Berührung vom Körper als beruhigend wahrgenommen werden kann. In einigen Ansätzen wird das Klopfen zudem als unterstützende Methode zur Selbstregulation beschrieben. Manche Menschen erleben das gleichmäßige Klopfen als hilfreich, um einen Moment innezuhalten, den Körper bewusster wahrzunehmen und wieder etwas mehr innere Ruhe zu finden.
Wie stark dieser Effekt erlebt wird, ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Menschen empfinden die Übung als sehr hilfreich, während für andere eher andere Methoden stimmig sind. Wie bei vielen Formen der Selbstregulation lohnt es sich, unterschiedliche Ansätze auszuprobieren und zu schauen, was sich persönlich stimmig anfühlt.
Wie eine Klopfanwendung aussehen kann
Eine häufig verwendete Variante arbeitet mit mehreren Klopfpunkten, die nacheinander sanft beklopft werden.
Oft beginnt die Übung an der Handkante. Danach folgen je nach Technik weitere Punkte, zum Beispiel unter dem Auge oder unterhalb des Schlüsselbeins.
Mit zwei Fingern wird dabei sanft und rhythmisch auf die jeweiligen Bereiche geklopft. Währenddessen bleibt die Aufmerksamkeit je nach Ansatz beim Klopfen selbst, beim Atem oder auch bei dem Gefühl oder Thema, das gerade präsent ist.
Der Druck sollte dabei immer angenehm bleiben. Viele Menschen verbinden die Übung mit einigen ruhigen Atemzügen und beobachten, wie sich ihr innerer Zustand währenddessen verändert. Schon wenige Minuten können ausreichen, um einen Moment bewusster wahrzunehmen und wieder etwas mehr Ruhe zu finden.
Ein kurzer Einblick in die Klopfpunkte
Wer sehen möchte, welche Klopfpunkte dabei häufig verwendet werden, findet hier eine kurze Demonstration:
Das Video zeigt die grundlegenden Punkte, die in vielen Klopftechniken verwendet werden.
Je nach Ansatz kann sich jedoch unterscheiden, in welcher Reihenfolge geklopft wird und wie die Anwendung im Einzelnen aufgebaut ist. Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet online, in Videos oder auch in Büchern viele unterschiedliche Herangehensweisen.
Es kann deshalb hilfreich sein, sich einen ersten Überblick zu verschaffen, verschiedene Varianten kennenzulernen und anschließend für sich selbst auszuprobieren, was sich im eigenen Alltag am passendsten und stimmigsten anfühlt.